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Mathe-Hilfe für „Erstis“

An der Uni Jena werden Studienanfänger im Fach Mathematik kräftig unterstützt, damit sie den Einstieg ins Studium gut meistern.

Was Prof. Dr. Martin Mundhenk, Mathematikprofessor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, den schwierigen Übergang von der Schule ins Studium nennt, vergleicht Charlotte Pfeifer vom Fachschaftsrat der Uni mit dem Erlernen einer ganz neuen Sprache: „Mathe in der Schule und Mathe im Studium fühlen sich im ersten Moment wie zwei grundverschiedene Disziplinen an.“

Quote der Abbrecher minimieren

Um die Erstsemester, auch „Erstis“ genannt, mit dem Übergang von der Schulbank in den Hörsaal nicht allein zu lassen, hat die Uni Jena die Studieneingangsphase in der Mathematik neu gestaltet. Hierfür wurden gleich zwei neue Formate entwickelt: ein Studienwochenende für Erstsemester und das Mathe-Café.

Nicht zuletzt sollen die Studierenden mit der modernisierten Studieneingangsphase erst gar nicht auf die Idee kommen, ihr Studium nicht zu schaffen. Das Konzept zur guten Betreuung geht voll auf und wird nun sogar mit dem Lehrpreis der Universität Jena 2017 ausgezeichnet.

Ein Wochenende intensiv üben

Um die Mathematik-Studierenden besser auf Klausuren vorzubereiten und ihnen die Angst davor zu nehmen, wurde unter Prof. Dr. Mundhenk unter anderem an einem Studienwochenende für Erstsemester getüftelt. An diesem können die Studierenden mithilfe eines System Übungsaufgaben auf Basis alter Prüfungen durcharbeiten. Dabei geht es keinesfalls um reines Pauken. „Ziel ist ein besseres Verstehen des Lehrstoffs, eine Hilfe, um bestehende Lücken aufzuspüren“, so Prof. Dr. Anke Pohl, die an der Uni Jena Analysis I lehrt und das Vorbereitungswochenende mit konzipiert hat.

„Mathe-Café“ als Ort der Begegnung

Außerdem wurde ein ungenutztes Büro in der Fakultät für Mathematik zu einem offenen Treff umgestaltet. An fünf Tagen der Woche steht das „Café“ für je zwei Stunden offen. Entstanden ist so ein Ort, an dem sich Studierende und Lehrende zwanglos begegnen und austauschen können. In gemütlicher Atmosphäre, mit Tischen, Bänken, Tafeln und bei einer Tasse Kaffee. „Uns war es wichtig, dass es eine Initiative von Studierenden für Studierende ist“, sagt Prof. Mundhenk.

Kontakt:
Prof. Dr. Martin Mundhenk
Institut für Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
03641 / 946315
Martin.Mundhenk@uni-jena.de

Fachschaftsrat Mathematik
Ernst-Abbe-Platz 2, 07743 Jena
03641 / 946411
fsrmathe@uni-jena.de