Hochschularten

Neben der Wahl für das passende Studienfach stehen Sie vor einer weiteren Entscheidung: An welcher Art von Hochschule möchten Sie künftig studieren?

 


Die Entscheidung für ein Studienfach ist nicht immer einfach. Einige Studiengänge werden von verschiedenen Hochschultypen oder staatlichen Bildungseinrichtungen angeboten. Dasselbe Studienfach können Sie mitunter an Universitäten, Technischen Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen oder Dualen Hochschulen absolvieren.

Um Unterschiede und Vorzüge der einzelnen Hochschultypen kennenzulernen, stellen wir Ihnen die geläufigsten Hochschularten in Deutschland vor.

Achtung! Der Schulabschluss kann die Auswahl der Hochschulen einschränken. Informationen zu den Voraussetzung für die Aufnahme eines Studiums haben wir für Sie unter dem Punkt Hochschulzugangsberechtigung zusammengefasst.


Universitäten

Mit ihrer wissenschaftlichen Ausrichtung bieten Universitäten optimale Voraussetzungen für Studierende, die gern forschungsorientiert arbeiten. Manche Studiengänge, wie z.B. Medizin oder Jura, werden sogar nur an Universitäten angeboten. Zudem sind Universitäten bislang die einzigen Hochschulen in Deutschland, die das Promotionsrecht besitzen und somit den akademischen Doktortitel vergeben können. Zwar ist eine Promotion auch mit dem Fachhochschulabschluss möglich; Sie benötigen aber einen universitären Betreuer oder eine Betreuerin und müssen ggf. Auflagen erfüllen. Wenn Sie also eine wissenschaftliche Karriere in Betracht ziehen, so ist es u.U. sinnvoll, sich für ein universitäres Studium zu entscheiden.

Einige Universitäten haben sich auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert. So verfügen bspw. Technische Universitäten meist über ein breites Angebot an naturwissenschaftlichen, ingenieurwissenschaftlichen oder technischen Studiengängen während Kunst- und Musikhochschulen eine spezialisierte Ausbildung in bildenden, gestalterischen, darstellenden oder musikalischen Fächern anbieten.

(Fach-)Hochschulen

Fachhochschulen richten sich vor allem an Studieninteressierte, die nach einem eher praxis- und anwendungsorientierten Studium suchen, das auf wissenschaftlichen Grundlagen beruht. In der Regel sind ein oder zwei Praxissemester in einem Unternehmen fest in den Studienplan integriert. Einige Fachhochschulen halten zudem duale Studienangebote bereit.

Des Weiteren gibt es in Deutschland ca. 30 Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung des Bundes und der Länder, an denen Beamte und Beamtinnen für die Laufbahn des gehobenen Dienstes in der öffentlichen Verwaltung ausgebildet werden.

Duale Hochschulen

Wer neben den vertiefenden Kenntnissen eines Studiums zugleich Berufserfahrung sammeln möchte, kann ein duales Studium an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Dualen Hochschule absolvieren.

Das duale Studium, welches auch an einigen Fachhochschulen und Universitäten angeboten wird, verknüpft die theoretische Ausbildung an der Dualen Hochschule mit der praktischen Ausbildung in einem Unternehmen. Studierende schließen dabei einen dreijährigen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen ab, an dem die Hälfte der Ausbildung stattfindet. Theoriephasen an der Dualen Hochschule und Praxisphasen im Unternehmen wechseln sich im Rhythmus von etwa drei Monaten ab.

Private Hochschulen

Private Hochschulen befinden sich, wie der Name schon erahnen lässt, in privater Trägerschaft und werden nicht oder nicht ausschließlich vom Staat finanziell unterstützt. Aus diesem Grund müssen sie zum Teil hohe Studiengebühren erheben.

Tipp: Achten Sie bei der Wahl einer privaten Hochschule darauf, ob sie "staatlich anerkannt" ist. Denn auf dem internationalen Arbeitsmarkt werden meist nur jene Studienabschlüsse anerkannt, die an einer staatlich anerkannten privaten Hochschule erlangt wurden.