Studienstart in Thüringen

Bevor es so richtig mit dem Studium losgeht, können Sie sich in Vorkursen und Orientierungswochen auf Ihr künftiges Studienleben einstimmen. Manchmal sind Vorpraktika für Ihr Wunschstudium sogar vorgeschrieben.

 

Vorkurse

Info: Besonders häufig werden Vorkurse für mathematische und naturwissenschaftliche Fächer angeboten und erfordern unter Umständen eine vorherige Anmeldung.

Vorpraktika

Für einige Studienfächer müssen Sie möglicherweise ein Vorpraktikum absolvieren. Dieses vermittelt Ihnen erste praktische Kenntnisse auf einem speziellen Gebiet und erlaubt Ihnen zusätzlich zu überprüfen, inwiefern Ihr Wunschstudienfach Ihren Vorstellungen entspricht. Praktikumsdauer und -zeitraum unterscheiden sich von Fachrichtung zu Fachrichtung und von Hochschule zu Hochschule. Eventuell kann auch eine abgeschlossene Ausbildung als Vorpraktikum anerkannt werden oder zumindest teilweise mit der geforderten Praktikumsdauer verrechnet werden. Erkundigen Sie sich deshalb frühzeitig bei Ihrer zukünftigen Hochschule über die jeweiligen Bestimmungen. 

Achtung: Denken Sie daran, sich eine Praktikumsbescheinigung oder einen Tätigkeitsnachweise vom Ausbildungsunternehmen ausstellen zu lassen.

Orientierungswochen

Angekommen in der neuen Hochschule und meist auch in einer fremden Stadt, gibt es viel zu entdecken und einiges zu organisieren. Die Orientierungs- oder Studieneinführungswochen der einzelnen Hochschulen helfen Ihnen dabei, sich schnellstmöglich einzuleben, die fremde Umgebung zu erkunden und neue Kontakte zu knüpfen. Neben fachlichen Veranstaltungen haben Studienanfängerinnen und Studienanfänger die Möglichkeit, oft begleitet durch studentische Tutoren, die Hochschule und die Stadt besser kennenzulernen. Führungen durch die Labore, die Bibliothek oder über den Campus, allgemeine Tipps zu Studienorganisation und –verlauf sowie Hilfe beim Ausfüllen von Formularen sollen den Start ins Studium so reibungslos wie möglich gestalten. Die Orientierungswochen finden in der Regel in den ersten Semesterwochen oder vor Beginn der Vorlesungszeit statt.


Studienvorbereitung für Internationals

Visum beantragen


Nachdem Sie sich mit allen Zugangsvoraussetzungen vertraut gemacht und sich um einen Studienplatz beworben haben, gilt es, Ihren Aufenthalt und Ihr Leben in Deutschland vorzubereiten. Hierzu gehört zuallererst die Beantragung Ihres Visums.

Für Studierende, die nicht aus einem EU-Land kommen, ist es wichtig, sich sobald wie möglich um ein Visum zu kümmern. 

Das Auswärtige Amt stellt eine Länderliste zur Verfügung, auf der Sie sehen können, ob Sie für Ihren Aufenthalt in Deutschland ein Visum benötigen: www.auswaertiges-amt.de  - Stichwort: Visumpflicht


Welches Visum ist das richtige für Sie?

  • Ein Studentenvisum beantragen Sie, wenn Sie bereits an einer deutschen Hochschule zugelassen sind (Zulassungsbescheid).
  • Ein Studienbewerbervisum beantragen Sie, wenn Sie sich beworben haben, aber noch nicht zugelassen sind. Lassen Sie sich in diesem Fall von der deutschen Hochschule eine Bestätigung über den Eingang Ihrer Bewerbung aushändigen.
  • Ein Sprachkursvisum zu Studienzwecken beantragen Sie, wenn Sie zunächst Deutsch lernen wollen, um später in Deutschland zu studieren. Innerhalb von zwei Jahren müssen Sie die DSH-Prüfung bestanden haben.
  • Wenn Sie kein Visum benötigen, können Sie nach Ihrer Ankunft direkt bei der Ausländerbehörde der Stadt, in der Sie wohnen werden, eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen.

Achtung: Beantragen Sie kein Touristenvisum! Dieses berechtigt Sie nicht zur Aufnahme eines Studiums in Deutschland und kann vor Ort nicht in ein anderes Visum umgewandelt werden.

Unser Tipp: Informieren Sie sich bei der deutschen Auslandsvertretung in Ihrem Heimatland, welches Visum für Sie in Frage kommt.

Wo beantragen Sie Ihr Visum?

Ein Visum erhalten Sie in der Deutschen Botschaft oder dem Deutschen Generalkonsulat in Ihrem Heimatland. Wichtig ist, dass Sie so frühzeitig wie möglich einen Termin vereinbaren, denn in vielen Ländern gibt es lange Wartezeiten.

Was brauchen Sie, um ein Visum zu beantragen?

Sie benötigen:

  • einen gültigen Reisepass,
  • die Zulassung der Hochschule oder die Bestätigung,
  • dass Ihre Bewerbung eingegangen ist,
  • einen Nachweis, dass Sie Ihr Studium in Deutschland finanzieren können.

Es ist möglich, dass die Auslandsvertretung zusätzlich Nachweise zu Ihren Sprachkenntnissen, Studienleistungen oder anderen Dingen sehen möchte. Erkundigen Sie sich vorher genau, welche Unterlagen verlangt werden.


Eröffnung eines Bankkontos

In Deutschland werden fast alle Rechnungen über ein Girokonto bezahlt – die Telefonrechnung, die Miete und der Semesterbeitrag.

Deshalb ist es empfehlenswert, ein deutsches Bankkonto zu eröffnen. Einige Banken bieten sogar kostenlose Konten für Studierende an. Um in Deutschland ein Bankkonto zu eröffnen, benötigen
Sie:

  • Ihren Pass (Nicht-EU-Bürger benötigen zusätzlich ihr im Pass vermerktes Einreisevisum),
  • die Meldebestätigung des Einwohnermeldeamtes (Nachweis: Wohnort in Deutschland),
  • die Studienbescheinigung der Hochschule.

Achtung: In manchen Fällen muss beim Beantragen eines Einreisevisums bereits ein deutsches Bankkonto mit entsprechenden finanziellen Rücklagen für den Studienaufenthalt nachgewiesen werden. In diesem Fall eröffnen Sie bereits aus Ihrem Heimatland ein Bankkonto in Deutschland, welches nach Ihrer Ankunft am Studienort nur aktiviert werden muss. Bitte informieren Sie sich bei der deutschen Auslandsvertretung in Ihrem Heimatland, ob dieser Weg Bestandteil des Visaprozesses ist.


Richtig krankenversichern

Um in Deutschland zu studieren, benötigen Sie eine Krankenversicherung. Den Versicherungsnachweis müssen Sie sowohl bei der Immatrikulation, als auch bei der Ausländerbehörde vorlegen.

Der Studententarif von etwa 75 Euro monatlich ist für alle gesetzlichen Krankenkassen gleich. Für private Krankenversicherungen gelten andere Modalitäten.

Sie kommen aus der EU/den EWR-Staaten oder der SchweizSie können sich Ihre bestehende Versicherung in Deutschland anerkennen lassen. Dafür benötigen Sie die Europäische Krankenversicherungskarte EHIC, die Sie vorher zu Hause beantragen müssen. Auch einige private Versicherungen können in Deutschland anerkannt werden. Erkundigen Sie sich vorher bei Ihrer Krankenkasse, ob dies möglich ist und welche Unterlagen sie benötigen.
Sie sind älter als 30 Jahre oder studieren mehr als 14 FachsemesterIn diesen Fällen gelten die Normaltarife oder Absolvententarife, die nur noch einige der gesetzlichen Krankenkassen für ca. 100 Euro im Monat anbieten. Eine private Krankenversicherung kann hier unter Umständen günstiger für Sie sein als die gesetzliche. Für den niedrigeren Monatsbeitrag müssen Sie jedoch bedenken, alle ambulanten Behandlungen und Medikamente vorerst selbst zu bezahlen und anschließend mit der Krankenkasse abzurechnen. Um bei der Vielzahl an Krankenversicherungen, unterschiedlichen Tarifen und Leistungen nicht den Überblick zu verlieren, wenden Sie sich an das Studierendenwerk Thüringen.
Sie sind DoktorandBei Doktoranden ist die Versicherungspflicht vom Status, bzw. vom Zweck des Aufenthaltes abhängig. Doktoranden mit einem Vertrag als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität müssen sich gesetzlich versichern. Alle anderen Doktoranden haben die Wahl zwischen einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenversicherung.
Sie sind Teilnehmer/in eines vorbereitenden SprachkursesSind Sie Teilnehmer an einem studienvorbereitenden Sprachkurs, werden Sie in Deutschland nicht von einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Sie müssen sich privat versichern. Wenn Sie sich nach dem Ende Ihres Sprachkurses für ein Studium in Deutschland entscheiden und noch nicht 30 Jahre alt sind, können Sie immernoch in eine gesetzliche Krankenkasse wechseln. Das Deutsche Studentenwerk hat für Teilnehmer an einem studienvorbereitenden Sprachkurs eine günstige Rahmenvereinbarung (35 - 70 Euro im Monat) mit dem Union Versicherungsdienst getroffen.

Achtung Um eine Krankenversicherung sollten Sie sich sofort nach Ihrer Ankunft kümmern. Den Versicherungsnachweis müssen Sie sowohl bei der Immatrikulation, als auch bei der Ausländerbehörde vorlegen.